Es geht weiter!

Zunächst einmal vielen, vielen Dank für eure lieben Kommentare! Es ist wirklich wunderschön, über die aktuelle Situation nicht ganz allein grübeln zu müssen.

Ich habe in den letzten zwei Wochen reichlich und vielfältig recherchiert und mir jede Menge Gedanken gemacht. Aber nun hab ich wirklich lang genug gegrübelt. Wer sich fragt warum, kann im vorherigen Post die gesamte Geschichte noch einmal nachlesen.

Nun zuerst die gute Nachricht: Der elbpudel macht weiter! 

Vielleicht interessieren euch ja neben diesem erfreulichen Ergebnis auch meine Gedankengänge die mich dahin gebracht haben. Vielleicht werd ich die Themen bei Gelegenheit und falls ihr Bedarf habt einmal etwas ausführlicher aufbereiten. Denn es gibt da so unendlich viele Dinge, die man sich überlegen kann und vielleicht auch sollte. Das würde einen einzelnen Beitrag bei weitem im Umfang sprengen. Heute daher nur eine Zusammenfassung, die auch schon wieder recht lang geworden ist:

Brauche ich als privater Blog ein Impressum?

Ich habe mich über die Webseite anwalt.de von einem Anwalt für Internetrecht beraten lassen. Die Antwort lautet definitiv ja! Auch ein privater Blog benötigt ein Impressum, in dem unter anderem Name und Adresse steht. Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen, die kein Impressum brauchen. Um zu solch einer zu werden, müsste ich aber meinen Blog schon mit einem Passwort schützen und nur geladene Gäste zulassen. Naja, ihr seht schon… das ist nicht wirklich eine Option. Ein fehlendes oder unvollständiges Impressum wäre eine „Ordnungswidrigkeit, die mit zum Teil sehr hohen Bußgeldern geahndet wird“ (Zitat vom Anwalt). Das ist auch nicht wirklich eine Option. Zudem sehe ich ja auch ein, dass ein Impressum durchaus seinen Sinn hat.

Ich habe mir nun noch einmal ein neues Impressum mit dem kostenlosen Generator von eRecht24.de erstellt.

Wie kann ich Suchmaschinen daran hindern, meine Adresse aus dem Impressum in die Suchergebnisse aufzunehmen?

Nach langem Nachdenken, habe ich festgestellt, dass mein grundlegendes Problem war, dass google eine Verknüpfung zwischen meinem Wohnort aus dem Impressum und den Bildern meines Sohnes hergestellt hat. Dies hat nun tatsächlich einen Besucher auf meine Seite geführt, der fragwürdige Absichten hatte. Ich habe lange nach einer technischen Lösung gesucht, die verhindert, dass Suchmaschinen diese Verknüpfung herstellen. Hier muss man allerdings aufpassen, dass man die rechtlichen Anforderungen weiter einhält. Bspw. ist es nicht ok, die Adresse im Impressum als Foto einzubinden. Das kann zwar eine Suchmaschine (noch) nicht auswerten, aber man würde damit auch blinde Menschen ausschließen. Tja, wie halte ich nun so einen Suchmaschinen-Robot davon ab, bestimmte Seiten meines Blogs zu indizieren. Hier bin ich im Dunstkreis der Suchmaschinenoptimierung (SEO) fündig geworden. Mit Hilfe eines Plugins (WordPress SEO) kann ich nun einzelne Seiten auswählen, die nicht indiziert werden. Nun muss ich nur noch aufpassen, dass ich meinen Wohnort nicht noch auf anderen, freigegebenen Seiten aus Versehen „verrate“.

Welche Fotos will ich von meinem Kind im Internet zeigen? Und welche Gefahren birgt das wirklich?

Dies ist die schwierigste Frage. Ich hab mich aus gegebenem Anlass durch so einige Broschüren zum Thema „Kindesmissbrauch“ gewälzt. Denn dass ist ja meine Befürchtung: Locke ich mit den Fotos vielleicht einen Täter an? So pauschal kann man das übrigens gar nicht sagen. Der Fall, dass ein Fremder ein Kind entführt und missbraucht ist wohl vergleichsweise selten. Meist spielen sich diese Taten im privaten Umfeld ab. Nun gut, ich kann den unwahrscheinlichen Fall aber auch nicht völlig ignorieren. Ich hatte ja einen Besucher, der tatsächlich über fragwürdige Suchbegriffe hierher gekommen ist. Für mich ist das Risiko nun allerdings tragbar, da ich eine gezielte Suche nach unserem Wohnort unterbinden kann. Viel wahrscheinlicher scheint es mir dann, dass wir auf dem Spielplatz beobachtet werden oder beim Spaziergang oder oder oder. Dies ist dann aber auch der Punkt, an dem ich aufhöre übervorsichtig zu sein und hinter jedem Baum etwas Böses vermute. Eine 100%ige Sicherheit kann es nicht geben.

Beim Start des elbpudel-Blogs hab ich mir zudem ein paar Regeln aufgestellt, die ich auch so beibehalten werde: Ich nenne niemals den Rufnamen meines Sohnes. Leo heißt der kleine Mann also nur hier. Außerdem verpixle ich sein Gesicht, damit eine automatische Gesichtserkennung von Programmen wie facebook oder google ausgeschlossen ist. Auf diese Weise kann Leo selbst entscheiden, wann er seine ersten „echten“ Spuren im Netz hinterlassen möchte. Der Blog seiner Mama ist zumindest nicht über seinen Namen auffindbar.

Mit diesem Gesamtpaket fühle ich mich nun also soweit, dass der elbpudel auch ohne Bedenken weiter machen kann.

So, genug Trübsinn geblasen!
Der elbpudel wacht soeben aus seinem Winterschlaf auf!

Pudel2

Es geht also endlich weiter! Und ich freue mich schon riesig, euch wieder ein paar genähte und gehäkelte Sachen zu zeigen. Da warten z.B. noch jede Menge Fotos vom Quietbook auf euch.

Bis bald,
Christin.

2 Comments

  1. hallo Christin,

    ich habe mich auch wie du anwaltlich beraten lassen. Er konnte mir die groesste Sorge nehmen und ich behalte auch mein Konzept bei. Das Gesicht meines Sohnes bleibt verborgen, Name nenne ich nicht und ich vermeide bestimmte, interessantklingende Worte in Bezug auf Passform fuer Damenbekleidung bspw. Wie ich SEO-bedingt mein Impressum heraushalte, muss ich bei Jimdo noch herausfinden. Aber dieser Tipp ist goldwert!

    Liebe Gruesse

    • Christin

      Hallo Lyn,

      lieben dank für deine vielen Kommentare! Da kommt man sich doch nicht ganz so allein vor… 😉

      Ja, das mit dem SEO-Plugin find ich auch eine gute Sache. Vielleicht gibt es da für Jimdo ja was vergleichbares. Es geht technisch darum, dass man sogenannte „Meta-Tags“ mit zusätzlichen Infos in seine Seiten einbinden kann. Konkret in diesem Fall muss ein Tag namens „robots“ auf den Wert „noindex“ gesetzt werden. Vielleicht hilft dir das ja bei der Suche weiter.

      LG, Christin.

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